Shakshuka – Kraft für meinen Sohn: Yushka kocht Yotam VIII

Jul 11, 2013

Der Sommer ist da. Lieblicher Sonnenschein, Schmetterlinge über den Rosen und unser neu angelegtes Gärtchen erfreut die Kinder mit ersten Früchten. Es ist Badezeit, Zeit fürs Lesen auf der Terrasse, Eis Schlecken und barfüßig durchs taufrische, kühle Gras Laufen, um dem Häschen frisches Grün zu rupfen…

Aber mein Sohn ist nicht mehr hier, um all‘ das mit uns zu genießen, und mein Herz ist traurig so wie seins. Er hat eine schwere Depression und ist deswegen im Krankenhaus.
Wir dürfen ihn ab und zu besuchen und alle zwei Wochen darf er nach Hause.
So ist das in unserem Sommer 2013.
Wenn ich unglücklich bin, koche ich  nicht gut. Wenn ich traurig bin, backe ich nicht mehr. Aber ich gebe mir einen Ruck, jeden Tag:
Wir schaffen das! Wir helfen ihm!
Und so soll heute die ottolenghische Sonne für ihn scheinen und ihm Kraft schicken! Shakshuka – Paprika und Ei. Buntes, fröhliches Gemüse und gestockte Eier – kleine Sonnen voller Leben und Kraft…

Alle Zutaten bereit?
Gewürze: Thymian, Safran, Lorbeer, Kreuzkümmel
Zwiebeln in viel Öl…
Bunte Paprika und Kräuter fröhlich hinzu!
Rühren!
Lasst die kleinen Eiersonnen scheinen!
Fertig!
Koriander und Petersil obendrauf!
Für Dich, Jakob!
Shakshuka

Shakshuka – nordafrikanische Spezialität
(Quelle: Genussvoll vegetarisch von Yotam Ottolenghi)

Zutaten (für vier Personen):
1/2 TL Kreuzkümmelsamen
180 ml mildes Olivenöl oder anderes Pflanzenöl
2 große Zwiebeln, in Ringen
2 rote und 2 gelbe Paprikaschoten, in 2 cm breite Streifen geschnitten
4 TL Roh-Rohrzucker
2 Lorbeerblätter
6 Zweige Thymian, Blättchen gezupft und gehackt
2 EL gehackte Petersilie
2 EL gehacktes Koriandergrün plus etwas mehr zum Garnieren
6 reife Tomaten, grob gehackt
1/2 TL Safranfäden
1 Prise Cayennepfeffer
Salz und schwarzer Pfeffer
8 Eier (Bio-Eier!)

Zubereitung:
Die Kreuzkümmelsamen in einer Pfanne bei hoher Temperatur ohne Fettzugabe 2 Minuten rösten.
Öl und Zwiebeln zugeben und 5 Minuten anbraten.
Paprikastreifen, Zucker und Kräuter hinzufügen und weitere 5 bis 10 Minuten bei hoher Temperatur braten, bis das Gemüse etwas Farbe angenommen hat.
Die Tomaten, den Safran, den Cayennepfeffer und Salz und Pfeffer hinzugeben. Bei niedriger Temperatur nun 15 Minuten garen.
Ottolenghi empfiehlt dabei: Während des Garvorgangs immer wieder etwas Wasser zugießen (insgesamt bis zu 250 ml), so dass die Mischung die Konsistenz einer Tomatensauce annimmt. Hab ich nicht gemacht, weil das Ganze bei mir sowieso genug Flüssigkeit hatte – vielleicht liegt es an den Paprika, dass das so unterschiedlich zu sein scheint?!
Die Mischung probieren und nach Belieben etwas nachwürzen. Sie soll würzig und aromatisch schmecken und lässt sich auch gut im Voraus zubereiten.
Jetzt werden die Lorbeerblätter entfernt und wer hat, der verteilt die Mischung nun in vier Portionspfännchen (habe ich nicht, also hab ich die Eier einfach in der großen Pfanne stocken lassen…).
Diese werden nun bei mittlerer Temperatur erwärmt und in jedes Pfännchen werden zwei Eier aufgeschlagen, indem man die Mischung etwas auseinander schiebt und ein kleines Nest fürs Ei formt.
Die Eier mit etwas Salz bestreuen und die Deckel der Pfannen auflegen. Bei sehr niedriger Temperatur nun 10 bis 12 Minuten garen, bis die Eier so gerade eben gestockt sind. Mit Koriander und/oder Petersilie garniert servieren. Dazu gehört unbedingt ein frisch gebackenes, knuspriges Weißbrot…
Kraft tanken!!! Sonne!!! Leben!!!

Jakob genießt den Rhabarber-Baiser-Kuchen…

Wir alle lieben und vermissen Dich! Und schicken Dir unsere ganze Liebe und Kraft, damit Du wieder gesund wirst!!!

Jakob, Papa Wolf, Jonathan und Dorothea freuen sich aufs Baden…

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