Fenchel-Huhn mit Orangen und Ouzo: Yushka kocht Yotam VII

Jun 14, 2013

Blick aus unserem Hotelzimmer in den Park des Schlosses

Wir sind zurück aus dem Urlaub…  Schon länger, das will ich ja nicht verschweigen… Doch: Ich komme nicht so oft wie vorher dazu, den Blog weiter zu schreiben, weil mein kleiner Jakob krank und zu Hause ist. Und so wie es aussieht, wird das auch noch längere Zeit so bleiben. Aber das ist eine andere Geschichte, die ich hier ein anderes Mal erzählen werde, denn die Geschichte vom kleinen Jakob geht unser ganzes Schulsystem an und zeigt, wie schrecklich es fehlschlagen kann…
Unser Urlaub aber, der war wunderbar, und ist einen ganzen eigenen Artikel wert, weil ich euch viele Sehenswürdigkeiten aus dem schönen Rheingau mitgebracht habe. Heute zeige ich euch nur ein paar Impressionen davon und endlich kommt auch das schon nach Tel Aviv versprochene Fenchel-Huhn, das wir an einem Sonntag vor dem Urlaub verspeist haben…

Zimmer mit Rheinblick… 
Madonna im Kloster Eberbach
Dormitorium im Kloster Eberbach: Drehort für den Film Der Name der Rose
Room with a view
Rosenstadt Eltville
Romantische Pforte am Rosengarten in Eltville
Blick in die Weinberge und auf den Rhein von der Abtei St. Hildegard
Abtei St. Hildegard – ein lebendiges Kloster mit Klosterladen
Wolf bei unserem ausgedehnten Frühstück im Schloss Reinhartshausen

Nicht nur das Frühstück haben wir so richtig ausgekostet, sondern wir sind auch jeden Abend zum Essen ausgegangen. Und haben dabei einen berüchtigten Kugelfisch-Meister und seine Kochkunst in dem kleinen Ort Walluf kennen lernen dürfen: Zwei Mal hat er uns in seinem Restaurant Miyagi japanisch und vom Feinsten bekocht – es war sehr exotisch und auch dieser Restaurantbesuch verdient einen eigenen Bericht, denn ich habe mit dem Handy fast alle Gänge der Menues für euch fotografiert. Da waren für uns sehr, sehr merkwürdige Gerichte dabei, die wir dennoch mit großer Neugier gekostet haben…

Nicht ganz so ungewöhnlich, aber einfach wunderbar ist das Fenchel-Huhn des Herrn Ottolenghi aus seinem wunderschönen Kochbuch Jerusalem, das nicht nur Kochbuch, sondern auch Lesebuch und Reisebuch ist.
Der Fenchel ist bei mir beim ersten Mal etwas zu bißfest geraten, so daß ich nach Rücksprache mit den Ottolenghi-Inspired Cooking Housewives (eine überwiegend niederländische Facebook-Formation sehr netter, vornehmlich aus Ottolenghis Büchern kochender Ladies, der ich vor kurzem beigetreten bin) auch gleich die Lösung für butterzarten Fenchel präsentieren kann… 
Außerdem habe ich die Clementinen durch Orangen ersetzt und habe statt Arak Ouzo genommen. Als Beilage empfiehlt Yotam Reis oder Bulgur, also habe ich seinen herrlichen Basmati-Reis mit Orzo (auch aus Jerusalem) gekocht.
Brathähnchen mit Orangen und Ouzo
(original mit Clementinen und Arak)
Zutaten: 
10 cl Arak, Ouzo oder Pernod (ich habe 2 cl Ouzo genommen – schließlich essen bei uns Kinder mit…)
4 EL Olivenöl
3 EL frisch gepresster Orangensaft
3 EL Zitronensaft
2 EL körniger Senf
3 EL brauner Zucker
2 mittelgroße Fenchelknollen (500 g)
1 Freilandhähnchen (etwa 1,3 kg), in 8 Stücke zerteilt oder 1,3 kg Hähnchenkeulen (mit Haut und Knochen)
4 Bio-Clementinen (Orangen geht ebenso gut – ich habe sie nur für die Optik kleiner geschnitten), 400 g und mit Schale in 0,5 cm dicke Scheiben geschnitten
1 EL Thymianblätter
2 1/2 TL Fenchelsamen, leicht zerstoßen
gehackte glatte Petersilie zum Bestreuen
Salz
Schwarzer Pfeffer
Zubereitung: 
Den Ouzo, das Olivenöl, Orangen- und  Zitronensaft, Senf, 2 1/2 Teelöffel Salz und 1 1/2 Teelöffel Pfeffer in einer Schüssel gründlich verrühren.
Die Fenchelknollen der Länge nach halbieren und die Hälften jeweils in vier Spalten schneiden und mit den Hähnchenteilen, den Orangen, dem Thymian und den Fenchelsamen in die Marinade geben. Die Zutaten sorgfältig vermischt nun einige Stunden oder über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen. Ich habe alles gleich in meinem Bräter verteilt und es darin ziehen lassen. So mußte ich später nicht noch umschichten…

Den Backofen auf 220 Grad vorheizen. Das Huhn zunächst eine halbe Stunde lang mit Alufolie abgedeckt garen lassen, dann die Folie entfernen und das Ganze weitere 20 bis 30 Minuten offen garen, bis die Hühner schön braun sind und der Fenchel weich ist.

Den Bräter aus dem Ofen nehmen und die Marinade mit einer kleinen Kelle abschöpfen. Den Bräter warm stellen. Die Marinade in einem kleinen Topf aufkochen und bei geringer Hitze um ein Drittel einreduzieren lassen. Zum Schluß sollten noch etwa 80 ml Sauce im Topf sein. 
Das Hähnchen nun mit der Sauce beträufeln, mit gehackter Petersilie bestreuen und mit dem Basmati-Orzo servieren… 

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