Reineclauden-Schlupfkuchen mit Mandeln. Ganz einfach und nach großmütterlicher Art. Rezept.

Aug 13, 2014

Die großen Ferien sind längst da. Das Wetter im Kraichgau ist wunderbar. Es ist
sonnig, nicht zu heiß und oft regnet es nachts. Alle meine Kinder sind zu Hause.
Fast alle. Wir machen Besuche bei dem einen, unserem kranken Kind, unternehmen
schöne Ausflüge zum Eis essen und an unseren Lieblingssee, gehen auf
Geocaching-Tour, suchen Möbel für unseren frisch renovierten Balkon aus und
arbeiten zusammen an unseren „Aktionen“.
Das sind die Arbeiten, die während der doch ziemlich stressigen Schulzeit liegen
geblieben sind und die wir deshalb jetzt in den Ferien mit der ganzen Familie in
Angriff nehmen:
Wir machen Holz. Wir befreien die vordere Terrasse von wuchernden Pflanzen. Wir
putzen alle Fenster. Wir sortieren Kleidung aus. Wir ernten unsere Obstbäume ab.
Der vordere Reineclaudenbaum wird immer größer und hat dieses Jahr zum ersten
Mal Unmengen an Früchten getragen.
Mit dem Bestimmungsbuch bewaffnet habe ich schon länger herausgefunden, dass der
vordere Baum zu den Großen Grünen Reineclauden zählt, während der Baum im Garten
eine Graf Althanns Reineclaude ist.
Die großen grünen Reineclauden sind – oh, Wunder – groß und grün und schmecken
entgegen der Beschreibungen, die ich gefunden hatte, nicht wirklich süß, sondern
eher säuerlich. Sie eignen sich ausgezeichnet für die Zubereitung von Kompott,
Marmelade oder als Belag für einen einfachen Kuchen nach großmütterlicher Art.
Wer keine Reineclauden hat, kann für diesen schnellen Kuchen auch Pflaumen oder
Johannisbeeren oder säuerliche Äpfel verwenden.
Besonders gut schmeckt dieser Kuchen noch lauwarm mit einem schönen Klacks
geschlagener Sahne und einer guten Tasse Kaffee.

Reineclauden-Schlupfkuchen mit Mandeln

Zutaten: 
Für den Belag: 
etwa 750 g Reineclauden (oder Pflaumen oder Äpfel oder Johannisbeeren)

bei Äpfeln: Saft einer halben Zitrone zum Beträufeln (damit sie nicht braun
werden!)

Für den Teig: 
125 g Butter, in Stücken
125 g Zucker
3 Eier
1 Messerspitze Salz
abgeriebene Schale einer halben Zitrone
200 g Mehl
2 Teelöffel Backpulver
eine Handvoll gehobelte Mandeln

Fürs Servieren: 
1 Esslöffel Puderzucker zum Besieben (hab ich hier nicht gemacht, schmeckt aber
besser)

Zubereitung: 
Eine Springform mit 26 cm Durchmesser fetten und ausmehlen.
Das Obst waschen, trocknen und entkernen (für die Reineclauden benutze ich einen
Pflaumenentkerner – meine Tochter Dorothea ist Meisterin im Entkernen und
übernimmt sehr gerne diese verantwortungsvolle Arbeit).
Wer Äpfel benutzt, sollte sie schälen und vierteln und gleich mit Zitronensaft
beträufeln, damit sie nicht braun werden. Die Viertel werden dann an der breiten
Seite mehrfach längs eingeschnitten.
Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
Die Butter mit dem Zucker weißschaumig schlagen (Thermomix: 5 Minuten Stufe 4 –
ich schalte zusätzlich auf 37 Grad, wenn ich die Eier direkt aus dem Kühlschrank
verarbeite).
Nach und nach die Eier, den Zitronenschalenabrieb und das Salz hinzugeben (Eier,
Salz und Abrieb der Zitronenschale durch die Deckelöffnung nach und nach
hinzugeben, während der TM auf Stufe 3 läuft).
Das Mehl mit dem Backpulver mischen, über die Schaummasse sieben und rasch
unterheben (Thermomix: Mehl und Backpulver auf die Masse geben und 20 Sekunden
auf Stufe 4 verrühren – evtl. mit dem Spatel etwas nacharbeiten).
Den Teig in die Springform füllen und glatt streichen.
Ringförmig mit dem Obst belegen.
Mandeln darüber streuen.
Den Kuchen auf der mittleren Schiebeleiste im vorgeheizten Ofen etwa 40 bis 50
Minuten goldbraun abbacken.
Etwas abkühlen lassen, aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter weiter
auskühlen lassen.
Mit dem Puderzucker besieben und am besten noch lauwarm mit einem Klacks
geschlagener Sahne servieren.

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