Mein Plädoyer für hausgemachten Blätterteig: Rezept für rote Mangoldquiche.

Okt 22, 2014

Hier auf diesem Blog gibt es noch zwei weitere Postings zum Thema
Blätterteigherstellung. Das eine ist eine Fotostrecke, die zeigt, wie ihr
einen ausgezeichneten Blätterteig nach
griechischer Art herstellen könnt. Und zwar in ziemlich kurzer Zeit. 
Das andere ist das ganz
klassische deutsche Blätterteigrezept, ebenfalls Foto für Foto erklärt, das selbst mir zu oft zu umständlich und
zu langwierig ist. 
Ich nutze meist entweder den griechischen Teig oder den Blitzblätterteig, den
ich euch heute vorstelle. Der Blitzblätterteig ist, wie man am Namen schon
deutlich und unmissverständlich erkennen kann, blitzartig schnell gemacht. Den
klassisch deutsch tourierten Teig benutze ich nur, wenn ich einen
außergewöhnlich feinen und festlichen Teig herstellen möchte und bereit bin,
mir dafür viel Zeit zu nehmen.
Es wäre allerdings mal einen Versuch wert, alle drei Teige gleichzeitig zu
bereiten und sie direkt zu vergleichen – vielleicht ist da gar kein so großer
Unterschied?! 
Fangen wir an mit der Zubereitung des Teigs. Wir brauchen 250 Gramm Mehl (habt
ihr im Haus), eine Packung Quark (habt ihr im Haus) und ein Paket kalte,
gewürfelte Butter (habt ihr auch, vermute ich). Plus etwas Salz – etwa einen
Teelöffel. Vielleicht auch etwas weniger, je nachdem, was ihr aus dem Teig
später machen wollt. Mehr braucht ihr nicht.
Also alle drei Zutaten zu gleichen Teilen. Dazu Salz.
Ihr lasst alle Zutaten in eurer Küchenmaschine kurz zusammen kneten. Oder ihr
knetet alles mit der Hand zusammen, was deutlich mehr Spaß macht, aber etwas
länger dauert. Bissel Mehl zusätzlich bereit halten, falls der Teig zu arg an
euren Händen kleben sollte.
Im Thermomix geht das in 20 Sekunden auf Stufe 6. Zwanzig! Sekunden!
Ich nehme die Masse aus dem Thermomix und gebe sie auf eine bemehlte Fläche,
knete alles noch einmal kurz durch und packe den Teig flachgedrückt in
Frischhaltefolie ein und stelle ihn mindestens eine halbe Stunde oder aber
einfach über Nacht in den Kühlschrank. Fertig! Fertig!! Fertig!!!
Wer den Teig gerne noch etwas blättriger hat, darf ihn nach der Herstellung
zusätzlich mehrfach touren. Zwei Touren sind völlig ausreichend, aber ihr
dürft auch gerne fünf Touren machen, wenn ihr Gefallen daran gefunden habt.
Wie das geht, schaut ihr euch am besten hier in der
Kochschule oder eben in meinen oben bereits genannten Fotostrecken einmal an.
Eine so schnelle Blätterteig-Herstellung können wir feiern! Mit einer
wunderbar zart-blättrig-buttrig schmeckenden Quiche mit rotem Mangold.
Rote Mangoldquiche
Zutaten (für ein Blech): 
400 g roter Mangold (weißer oder gelber geht natürlich auch – auch eine
Mischung sieht toll aus)

Salz
1 Knoblauchzehe
125 g Sauerrahm
2 Eier (Größe M)
100 g geriebener Bergkäse
1 Bund Schnittlauch
Pfeffer, frisch gemahlen
etwa 300 Gramm Blitzblätterteig (bestehend wie oben beschrieben aus 250 g Mehl,
250 g Quark, 250 g Butter und einem Teelöffel Salz – restlicher Teig lässt sich
ohne weiteres einige Tage im Kühlschrank aufbewahren. Hier auf dem Blog finden
sich noch zig weitere Rezepte für leckere Quiches und Tartes. Croissants zum
nächsten Frühstück sind aber auch nicht zu verachten…)

Zubereitung: 
Den Blätterteig herstellen und kühlen. 
Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
Den frischen Mangold von den größeren Blättern befreien. Mangold maximal fünf
Minuten in kochendem Salzwasser blanchieren, abgießen und sofort eiskalt
abschrecken.
Den Knoblauch schälen und fein hacken. Den Schnittlauch waschen, trocknen und
in Röllchen schneiden. Den Sauerrahm mit den Eiern und 80 Gramm von dem
geriebenen Käse glatt rühren. Knoblauch und Schnittlauch unterrühren. Mit Salz
und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.
Den Blätterteig auf etwas Mehl auf etwas mehr als Blechgröße ausrollen und auf
das mit Backpapier oder gefettete (tiefe!) Backblech geben. Ringsherum einen
Rand formen und mit etwas Butter am Rand ankleben.
Den Sauerrahmguss auf dem Teig verteilen und dekorativ mit dem Mangold
belegen.
Den restlichen Käse darüber streuen und im heißen Ofen zunächst auf der
untersten Schiene etwa 15 Minuten, dann weiter auf der mittleren Schiene in 20
bis 25 Minuten goldbraun ausbacken.
Mit einem grünen Salat, am besten mit Feldsalat, servieren. Sich für die
buttrig-zarte Geschmacksharmonie des selber hergestellten Blätterteigs mit dem
nussigen Mangold und der fein-würzigen Rahmcreme begeistern. 

Na? Was sagt ihr? Habe ich euch überzeugt? Ich bin sehr gespannt und wünsche
euch gutes Gelingen für euren selbst bereiteten Blätterteig!
Viele motivierende Grüße aus meiner Küche, 
Eure Yushka
Inspiration: Veggie 5/14

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