Ein Zopf für gemütliche Sonntage und mein Stifado / Rezept

Jan 17, 2014

Sonntagszopf 
Sonntags schlafen wir alle aus und treffen uns erst spät zu einem gemütlichen
Frühstück – meist sind die Kinder noch im Schlafanzug… Wir genießen es alle
zusammen zu sein, wenn keiner los muss, frühstücken ganz lange und ausgiebig
und lachen viel. 
Unbedingt gehört zu einem so schönen Ruhetag ein Zopf. Meist ist es ein
einfacher Dreistänger wie dieser hier – nur zu besonderen Feiertagen flechte
ich einen Zwölfstränger oder bastle Glücksschweinchen aus Hefeteig oder
flechte runde Zöpfe oder backe einen Kuchen mit Mandel im Versteck…
Ich bin ein Hefeteig-Fanatiker, gestehe ich hiermit. Die nächsten waghalsigen
Projekte stehen schon auf dem Plan – ein gefüllter (!) Zwölfstränger für
Zorra (wie konnte ich
mich nur auf so was einlassen?!) und ein geflochtener Osterkorb zum
Ostersonntag. Aber nicht verraten! Es soll eine Überraschung für die Kinder
werden! 
Hier und heute allerdings nichts Waghalsiges, keine neuen Ufer, sondern nur
unser oft genutztes
Hausrezept
für einen schönen, einfachen Zopf, auf das ich einfach verlinken kann, weil
ich eben genau aus diesem Teig den letztjährigen Zwölfstränger zu Ostern
geflochten hatte.
Und vorerst eins der letzten Rezepte aus der Reihe Griechenland – ein deftiges
Stifado! Stifado ist nichts anderes als ein schöner würziger Schmortopf mit
Rindfleisch und ziemlich vielen kleinen Zwiebeln darin. 

Stifado – Schmortopf aus Zentralgriechenland
Dies ist das einzige Foto, das vom Essen übrig geblieben ist – meine Familie
war einfach mal wieder schneller am Tisch, als ich fotografieren konnte. Aber
es zeigt ja auch ganz gut, was drin ist in diesem Stifado: Zartes Fleisch und
weiche, kleine Zwiebeln in einer Sauce, die aus den Aromen vom Anbraten des
Fleisches, etwas Wasser, Wein, Gewürzen und Tomaten besteht…
Dazu haben wir Ofenkartoffeln gegessen – wisst Ihr, wer die Kartoffeln alle
vorbereitet hat? 
Ganze 2,5 Kilogramm? Jakob und Clara haben mit Feuereifer geschält – in der
Zeit hab ich alles andere zubereitet (auch das
Galaktoboureko, das Ihr hinter Jackie auf dem Küchentisch sehen könnt) – sie waren mir
einmal mehr eine große Hilfe!

Jakob sehr konzentriert bei der Küchenarbeit – die Zunge hilft mit!
Stifado – griechischer Schmortopf

Zutaten: 
800 g Kalbfleisch, Schulter oder Nacken (ich hatte Gulasch vom Jungbullen, das
sehr gut geschmeckt hat)
3/8 l Rotwein
2 Lorbeerblätter
2 Zweiglein Rosmarin
1 Stückchen Zimtstange
2 Gewürznelken
5 Pfefferkörner
800 g Schalotten oder kleine Zwiebeln
4 Knoblauchzehen 
400 g Tomaten (ich nehme im Winter immer die bereits gehäuteten aus der Dose,
da sie besser schmecken und ich mir das Häuten sparen kann, was ich wirklich
nur sehr ungern mache…)
6 EL Olivenöl
2 EL Tomatenmark
1/2 TL Zucker
Salz
Pfeffer, schwarz und frisch gemahlen
Zubereitungszeit: 1 Stunde
+ 12 Stunden Marinieren über Nacht
Garzeit: 1 Stunde
Zubereitung: 
Das Kalbfleisch in etwa 4 cm große Würfel schneiden oder gleich Gulaschfleisch
verwenden. Mit dem Rotwein übergießen und die Lorbeerblätter, den Rosmarin,
die Zimtstange, die Nelken und die Pfefferkörner hinzufügen. Das ganze über
Nacht marinieren lassen (wenn es mal ganz schnell gehen soll, geht es auch
ohne Marinieren).
Die Schalotten und den Knoblauch schälen, dabei aber ganz lassen. Die Tomaten
klein schneiden. Das Fleisch aus der Marinade nehmen und abtropfen lassen. Die
Marinade aufheben! Das Olivenöl in einem Schmortopf erhitzen und das Fleisch
darin portionsweise kräftig anbraten. Herausnehmen. Die Schalotten und die
Knoblauchzehen im Bratfett glasig dünsten. Das Tomatenmark hinzugeben und
einige Minuten mit anschwitzen. Dann die Tomaten hinzugeben und alles einige
Minuten schmoren lassen. 
Das angebratene Fleisch zusammen mit dem ausgetretenen Saft mit in den Topf
geben. Die Marinade hinzugeben und alles mit Zucker, Salz und Pfeffer
kraftvoll abschmecken. 
Alles bei schwacher Hitze mit Deckel 1 bis 1 1/4 Stunden schmoren lassen.
Vorsichtig ab und zu umrühren, damit die Schalotten nicht auseinanderfallen.
Falls nötig, etwas Wasser zugießen. 
Nochmals abschmecken und mit Kartoffelpüree oder Ofenkartoffeln und einem
grünen Salat servieren. Dazu passt ein guter griechischer Rotwein, zum
Beispiel ein roter Cava Armanti von Kreta.
Kali Orexi! Guten Appetit!

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