Blogger für Backen mit Zeit und Geschmack

Okt 25, 2013



























Der Besuch beim Bäcker ist etwas Wunderbares.
Es duftet so gut nach frisch gebackenem Brot, nach knusprigen Brötchen und
zartem, buttrigen Gebäck! Ein Schwätzchen halten, zum täglichen Brot vielleicht
noch ein süßes Stückchen oder Brezeln für die Kinder dazu bestellen, das nenne
ich angenehm einkaufen!
Doch seit einiger Zeit, eigentlich schon seit längerer Zeit, vielleicht gar seit
Jahren, habe ich den Eindruck, dass mein Brot so merkwürdig schmeckt. Ganz
frisch mag ich es vielleicht gerade noch gern essen. Aber schon nach einigen
Stunden schmeckt es labberig, pappig, seelenlos…
Was ist da passiert? Warum lese ich immer häufiger bei Lutz Geissler auf dem
Plötzblog die Rezepte durch und versuche, selber Brot zu backen? Warum tun genau
das auch viele andere, die Wert auf gutes, reichhaltiges, aromatisch
schmeckendes Brot legen?
Immer mehr Bäcker nutzen fertige Backmischungen mit fragwürdigen Zusatzstoffen
und backen Fertigteiglinge auf. Das scheint billiger und schneller zu sein, geht
aber auf Kosten der Gesundheit und des Geschmacks. Das Brot ist eins von den
vielen industrialisierten Lebensmitteln geworden, die kaum noch einen echten
Nährwert besitzen. Wollen wir solches Brot? Worauf legen wir Wert?
Das traditionelle Handwerk des Brot Backens braucht Zeit und wertvolle und
natürliche Inhaltsstoffe, damit die Vorteige köstlich reifen und dem Brot ihre
unnachahmliche Tiefe und Kraft verleihen können.
Spätestens seit Lutz seinen
Bericht von der Südback
veröffentlicht hat, ist vielen von uns klar geworden, dass es so nicht
weitergehen darf. Die traditionellen Bäcker werden systematisch von der
Bildfläche verschwinden, wenn wir nicht alles versuchen, um sie und ihr
richtiges Streben nach traditionellem Handwerk und natürlichen Lebensmitteln zu
unterstützen.

Dafür haben wir Foodblogger uns zusammengeschlossen und die Aktion
Bloggen für Backen mit Zeit und Geschmack ins Leben gerufen.
Lasst uns eine breite Öffentlichkeit mit vielen Blogbeiträgen schaffen, um die
traditionellen Bäcker und ihr wunderbares Brot zu unterstützen. Fragt Eure
örtlichen Bäcker, wie sie backen. Äußert Eure Wünsche nach dem täglichen Brot,
wie es schon seit Urzeiten gebacken wird: Ursprünglich, traditionell, aromatisch
und natürlich! Je mehr Leute zeigen, dass sie auf industrielle Vormischungen,
gentechnisch veränderte Zutaten und künstliche Zusatzstoffe verzichten können,
desto größer die Chance, dass wir wieder zum Bäcker um die Ecke gehen können, um
ein Schwätzchen zu halten und ein gutes Brot zu kaufen!
In diesem Sinne, ich freue mich auf Eure Zustimmung, konstruktive Kritik und auf
unsere gemeinsame Aktion!
Eure Yushka (die jetzt los muss: Brot einkaufen…)



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