Weihnachtsbäume aus Lebkuchen von Pearl’s Harbor

Dez 8, 2017

Weihnachtsbäume aus Lebkuchen von Pearl's Harbor
Hallo, 
ich freu mich, heute Gast im Sugarprincess Cristmas Cookie Club sein zu dürfen, denn Kekse (Cookies) sind eine große Leidenschaft meiner ganzen Familie und die Vorratsdose muss immer prall gefüllt sein.
Mein Name ist Susanne und ich blogge sein 11 Jahren auf Pearl’s Harbor, meinem kleinen persönlichen Hafen, in dem ich alles über Bord werfen kann. 
Ich bin eigentlich keine Zuckerbäckerin, Pearl’s Harbor ist ein Kreativblog mit dem Schwerpunkt auf Textiles Gestalten aber es gibt auch viele Bastelanleitungen und hin und wieder wird auch gekocht und gebacken, meist jedoch recht bodenständige Hausmannskost und Kuchen nach alten Rezepten aus der Familie. Kreativität kann man ja vielseitig ausleben.
Seit Oktober bin ich auch wieder auf meinem Foodblog „Was gibt’s zu essen, Liebling?“ aktiv. Dort erzähle ich derzeit vom Kauf und Bau unseres Holzbackofens, mit allem was so dazu gehört, von den ersten Fehlversuchen beim Brotbacken bis hin zur leckeren Pizza im Feuer gebacken. 
Heute habe ich Euch aber ein Lebkuchenrezept mitgebracht, das sich hervorragend zum figürlichen Backen eignet. Dazu gibt es auch eine kleine Geschichte.

Weihnachtsbäume aus Lebkuchen – lecker nicht nur zur Weihnachtszeit

Ich mag Lebkuchen. Schon immer. Und das nicht nur zur Weihnachtszeit. Das liegt daran, dass mich die Lebkuchen so an meine Oma erinnern. Wenn wir sie als Kinder besuchten, dann durften wir uns in der Bäckerei gegenüber für ein paar Pfennige Hartekuchen holen. Die waren recht hart und hatten wohl davon auch ihren Namen. Aber wenn man den Hartekuchen in eine Blechkiste legte und noch ein Stück Apfel dazu, dann wurden sie wieder weich und im Prinzip waren es nichts anderes als Lebkuchen, nur weil es sie das ganze Jahr über gab und Lebkuchen wohl eher in die Weihnachtszeit gehörten, hat der Bäcker sie kurzerhand Hartekuchen getauft.
Die Hartekuchen waren sehr beliebt, so dass – so erzählt man sich – der Bäcker aus dem Nachbarort das Rezept kaufen wollte. Aber der Hartekuchenbäcker wollte es lieber seinem Nachfahren vererben. Aber wie das eben so ist in der heutigen Zeit, die kleine Bäckerei hat keinen Nachfolger gefunden und so nahm der Bäcker das Rezept mit ins Grab. Sehr traurig. 
Weil mir aber die Konsistenz der Gebäckstücke so gut gefallen hat, wollte ich diese unbedingt versuchen nachzubacken und hab dazu ein paar Tipps von ein paar uralten Tanten bekommen, die genau wie ich die Hartekuchen so gerne gegessen haben. Und was soll ich sagen, vielleicht fehlt noch das ein oder andere Gewürz, aber das Rezept, dass ich Euch heute mitgebracht habe, kommt den Hartekuchen von damals schon sehr sehr nahe. Aber was das Beste ist, der Teig lässt sich wunderbar verarbeiten, ausrollen und ausstechen und er läuft nicht weg, so dass man wunderbar Figuren daraus backen kann und er eignet sich sogar zum Bau von Lebkuchenhäuschen, weil die gebackene Masse an der Luft sehr fest wird.
Aber wie auch schon oben erwähnt, bewahrt man sie in einer Metalldose auf, kann man ohne Gebissverlust herzhaft reinbeißen.
So, nun aber genug geplaudert. Ich hab aus dem Lebkuchenteig Weihnachtsbäume gebacken und den Rest zu Lebkuchenmännchen verarbeitet. Aus der Menge im Rezept bekommt man vier Weihnachtsbäume mit einer Höhe von ca. 14 cm. Oder eben zwei und aus dem Rest werden andere Figuren ausgestochen.
Weihnachtsbäume aus Lebkuchen von Pearl's Harbor
Zutaten:
60 g feinen braunen Rohrzucker (Vollrohrzucker)
65 g Butter
1 EL Backschokolade
1 EL Zimt
1 Teelöffel gemahlenen Ingwer
1 gestrichener Teelöffel Backpulver
1/2 Teelöffel Salz
90 ml Ahornsirup
150 ml Milch
500 g Dinkelmehl (Type 630)

Für die Schneegarnitur:
1 Ei (Größe M)
150 g Puderzucker
Zuckerperlen
ggfs. fertige Zuckerschrift für die feinen Linien auf den Lebkuchenmännchen
Weihnachtsbäume aus Lebkuchen von Pearl's Harbor

So wird’s gemacht:

Weiche Butter und braunen Zucker zusammen in der Küchenmaschine verrühren.
Mehl sieben, mit Backpulver und Gewürzen mischen und zur Butter/Zuckermasse geben.
Milch langsam zugeben. Zum Schluß noch den Ahornsirup dazu und alles verkneten, bis es eine homogene Masse ist.

Auf einer bemehlten Arbeitsfläche durchkneten und zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie einwickeln und für ca. 18 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

Für die Tannenbäumchen eine Schablone aus Karton fertigen. Das geht mit dem Geodreieck ganz einfach. Die Spitze hat einen rechten Winkel und die Schenkellänge vom oberen Dreieck ist 4 cm lang. Dann einfach das Geodreieck nach unten verschieben und die zweite Zweigreihe einzeichnen. Dann nochmals für die dritte Zweigreihe. Mittig noch einen Stamm mit einer Höhe von 1 cm und einer Breite von 6 cm anzeichnen. Das sieht jetzt viel aus, braucht man aber, damit der Baum anschließend auch stabil steht.

Am nächsten Tag den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und kurz in der Küche aklimatisieren lassen. Dann den Teig portionsweise auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen.
Für jeden Baum 2 x nach der Schablone ausschneiden.

Ofen auf 190 Grad Ober- und Unterhitze vorheitzen und ausgeschnittenes oder ausgestochenes Gebäck ca. 15 Minuten backen. (Bitte testen, da jeder Herd anders ist!)

Sofort nach der Entnahme aus dem Backofen, jeweils einen Baum noch im warmen Zustand der Höhe nach durchschneiden.

Das heißt, für einen fertigen Tannenbaum braucht man einen ganzen Baum und 2 Hälften.

Die Gebäcke vollständig auskühlen lassen (ggfs. erst am nächsten Tag weiterarbeiten), dann das Ei trennen und das Eiweiß zu Eischnee schlagen. 150 Gramm Puderzucker sieben und nach und nach unterrühren. Die Eischneemasse in einen Spritzbeutel mit dünner Tülle füllen (evtl. eine kleine Sternentülle verwenden) und die Baumhälften an der Schnittstelle auf den ganzen Baum kleben und festdrücken. Kurz warten und dann die restlichen Kanten nach belieben mit „Schnee“ verzieren.

Lebkuchenmännchen von Pearl's Harbor
Aus dicken Lebkuchenmännchen lassen sich auch schöne Platzkarten gestalten. Dafür habe ich allerdings fertige Zuckerschrift benutzt, weil das Schreiben damit einfacher funktioniert hat.
Lebkuchenmännchen von Pearl's Harbor
Jetzt wünsch ich Euch viel Spaß beim Nachbacken oder auch beim eigene Ideen entfalten. Wie gesagt, die Konsistenz des Teiges eignet sich sehr gut um kreative Ideen umzusetzen. Vielleicht baut Ihr ja auch ein Lebkuchenhaus daraus oder versucht Euch an einem Engel!

Liebe Susanne,
herzlichen Dank für deine „Hartekuchen“ und die schöne Geschichte dazu – bei uns hier wird ja jedes Jahr im Advent ein Lebkuchenhaus gewerkelt – ich bin sicher, dass dein Rezept dafür auch super geeignet wäre. Ich kann mir besonders auch die Tannenbäumchen als Tischkarten an den Festtagen super vorstellen! Ich würde sie dafür mit grünem Icing verzieren, aus buntem Icing Weihnachtskugeln dran spritzen und obendrauf vielleicht noch einen Stern befestigen, auf dem dann der Name des Gastes stehen könnte.
Bin mal gespannt, was die Leserinnen und Leser noch für Ideen dazu haben werden!

Was fehlt noch zu den Lebkuchen? Richtig! Santa Claus muss auch auf den Tisch – und dafür gibt es heute die super süße Backform Santa Claus von Birkmann zu gewinnen – wie immer müsst ihr dafür nur bis 23:59 Uhr einen schönen Kommentar hinterlassen (z. B. was ihr aus dem Hartekuchenteig zaubern würdet) und schon seid ihr im Lostopf… Die Teilnahmebedingungen und alle weiteren Gewinne im SCCC 2017 findet ihr in der Ankündigung des Adventskalenders. Ich wünsche euch viel Glück!!!

Santa Claus Backform von Birkmann

Über das Brotbackbuch Nr. 1 von Lutz Geißler darf sich freuen: Woszumessen!

Herzlichen Glückwunsch!!! Bitte schick‘ mir innerhalb von drei Tagen deinen vollständigen Namen und deine Adresse, damit ich sie an den Verlag weiterleiten kann.

Euch allen einen schönen Freitag,
süße Grüße,
Eure Yushka

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