Was vom Tage übrig blieb…

Nov 26, 2014

Überall um mich herum verfallen alle in Hektik – der Kaufrausch hat jetzt alle
erfasst. Alles muss geschmückt werden, alles muss perfekt sein (es muss
nicht!).
Tausende von Plätzchen sind schon gebacken, Stollen, Lebkuchen, Linzer Torte
und Pläne für die Supermenüs an den Feiertagen. Ich sehe das alles mit
Erstaunen – langsam lasse auch ich mich anstecken. Auch ich habe inzwischen
bereits Nussecken, vier verschiedene Linzertorten und vier Quarkstollen
gebacken. Die Linzertorten habe ich nach meinem eigens dafür entwickelten
Yushka-Spezial-Rezept zubereitet und sie müssen noch etwas ziehen. Die Stollen
sind schon zur Hälfte von meiner gefrässigen Familie weggefuttert – sie
stürzen sich aber auch darauf, als hätten sie noch nie etwas zu essen
bekommen!
Gekocht habe ich auch – für verschiedene Reihen, die ich euch gerne gezeigt
hätte. Dafür reicht nur leider jetzt hinten und vorne die Zeit nicht mehr,
denn gleichzeitig laufen ja hinter den Kulissen auch die Vorbereitungen für
den Christmas Cookie Club auf Hochtouren, was sehr viel Zeit in Anspruch
nimmt.
Jedenfalls wären das einige Gerichte nach Herrn Ottolenghi gewesen; einige
Gerichte, die meine Großen für unsere Kleinen gekocht haben – nach einem
Pettersson & Findus-Kochbuch. Und aus der Veggie habe ich viel
ausprobiert. Brot gebacken natürlich auch – auch da bin ich inzwischen einen
Schritt weitergekommen und backe nun mein Roggenbrot auch ganz ohne Hefe.
Einige der vielen, vielen Fotos kann ich euch wenigstens zeigen, immerhin.
Vielleicht soll das alles so sein – das sind Ansätze und Ideen fürs neue Jahr.
Denn vorher wird hier am Freitag noch ein interessanter Gast vorbeischauen und
dann geht es am Sonntag los mit dem Christmas Cookie Club.
Ich bin sehr gespannt, wie es euch gefallen wird! Ich selber habe ja nur noch
drei Türchen für mich selber reservieren können – alle anderen übernehmen dann
meine hochmotivierten Gäste.
Von einfachsten bis hin zu ganz schwierigen Rezepten, von Experimenten bis hin
zur Perfektion, von Basteleien bis zum Lebkuchenhäusel ist wirklich alles
dabei.
Ich bin total begeistert!
Und gestern habe selbst ich vormittags unser Esszimmer adventlich
ausgeschmückt – die Kleinen haben große Augen gemacht und aufgeregt gewispert,
dass anscheinend die Adventswichtel da gewesen seien. Da, schau mal, da ist ja
der Weihnachtsmann! Und Rudolph! Mami, schau mal, da sind ja vier Kerzen auf
dem Tisch und jede hat eine Zahl! Oh, hier, die Untersetzer! Meiner hat einen
Stern! Meiner hat ein Rentier!
Und warum so früh, Mami? 
Na… Die Wichtel wissen vielleicht, dass ich von Freitag bis Sonntag auf dem
Workshop
blog your food in
Frankfurt sein werde? Und da haben sie eben schon mal vorher geschmückt, damit
wir uns noch zusammen auf den ersten Advent vorfreuen können!?
Am liebsten hätte ich die erste Kerze heute schon angezündet. Aber die Kinder
haben es mir verboten. Nein, Mami, das geht doch nicht, ermahnt mich Clara
entrüstet.
Gut.
Dann warte ich eben.
Für mich ist dieses Warten ein Warten auf…
…aufs Kind.
Kurz vor Weihnachten sind Ferien. 
Da darf ich es abholen.
Mein Kind!!!
Ich freue mich und ich habe Angst zugleich.
Die Angst schiebe ich ins stille Kämmerlein. Soll sie doch da alleine vor sich
hin ängstlich sein! Dann wird mir klar, dass das falsch ist. Ich darf Angst
haben. Also nicht wegsperren!
Schau sie dir an, deine Angst. Welche auch immer es ist.
Du kannst sie ein wenig streicheln. Akzeptieren, dass sie da ist.
Und schon wird sie immer kleiner und schwindet allmählich.
Und da bleibt nur noch so eine unbändige Freude!

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