Sacher für ein halbes Jahrhundert

Okt 1, 2012

Sacher und Maple Walnut Cake: Pures Hüftgold zum 50.

Kürzlich waren wir eingeladen bei unserem guten Freund und Wolfs Trauzeugen Jürgen. Der hat nämlich ein halbes Jahrhundert voll gemacht. Und das muss gebührend gefeiert werden!
Also habe ich vergangenen Samstag schon die Sachertorte angefangen zu backen. Ihr wisst schon… der Tag nach meinem Brezelkollaps… Denn eine solche Sachertorte muss eine geschlagene Woche durchziehen, nachdem man sie mit Orangenlikör und feinster Aprikosenmarmelade gefüllt hat.

Sacher, gefüllt und überzogen mit Schoko-Ganache

Den Fondant bestellt, hin und her überlegt… wie das so ist, wenn man eine größere Torte im Visier hat. Die zweite Torte gebacken: Maple Walnut Cake mit Whiskey Cream. Also Ahornsirup-Walnuss-Torte mit Whiskey-Schoko-Ganache (für die Nicht-Engländer unter uns). Gefüllt. Das sah dann so aus:

Cakes bereit für den Fondant…

Dann: Den Fondant gross und dünn genug ausrollen und darüber schmeissen. Das ist nicht bloss so gesagt. Es geht mit Schmackes wirklich besser. Sagen wir mal – mit vorsichtigem Schmackes.

Hinten die fertige Sacher, vorne die Maple Walnut mit Fondantkleid

Die Bänder drumherum legen. Doppelseitiges Klebeband zum Fixieren der Bänder geht am einfachsten… Die Tortenplatte hatte ich schon ganz zu Anfang präpariert, denn die muss trocknen, bevor man eine Torte aufsetzen kann. Einfach ein Cakeboard mit einem Schwamm befeuchten, Fondant drauf, glatt streichen und trocknen lassen. Möglichst mehrere Tage.

Mein Arbeitsplatz in der Backstube

Die zwei Torten aufeinander setzen – vorsichtig! Damit nichts verschmiert! Applikationen drauf. Zahl. Schrift, wer mag. Und wer nicht zu zittrig ist.

Was drauf steht, ist auch drin.

Ich war zittrig… Wahrscheinlich noch von meinem vorhergegangenen Brezel-Exzess. Naja, wenn man einmal auf der falschen Spur ist, muss man irgendwie durch. Und das Verzitterte hat im Dunkel der Location eh keiner mehr gesehen.

Goldstaub… ist ja Hüftgold!

Bissel Goldstaub draufgepinselt, was mehr Spass gemacht hat als die Schreiberei. Zwischendurch wollte ich sowieso eigentlich loslegen wie Jackson Pollock, aber ich konnte mich dann doch noch bremsen…

Jürgen ist ein Eidechsen-Fan. Daher das Vieh obendrauf.

 Seht Ihr die Eidechsen-Spuren? Was für eine Zitterei!

Es ist, was es ist…

Joah. Hüftgold war es wirklich. Also, die Sachertorte hat sehr saftig und gut durchgezogen gemundet. Die Maple Walnut war eine Enttäuschung. So ein teurer Ahornsirup! Und irgendwie hab ich nichts davon geschmeckt. Mehr Whiskey nehme ich dann auch das nächste Mal…

Und sonst? Wir wurden bestaunt wie Zootiere, weil Jürgen es nicht lassen konnte, uns als die Zwei mit den sechs Kindern vorzustellen. Den ganzen Abend lang haben wir Fragen beantwortet wie:

Ist es denn da nicht ab und an laut bei Euch?
Ist denn das nicht sehr viel Arbeit?
Da müsst Ihr ja ein Riesenauto haben?
Kostet das nicht sehr viel Geld?
Und da bäckst Du noch?

Ja. Da backe ich noch.

Wir haben uns prächtig amüsiert und das Essen beim Spanier weggeschlemmt. Am Schluss dann die Torte – ging noch rein. Um ein Uhr zu Hause. Platt. War schööööön!

Und? Was habt Ihr am Wochenende gemacht? Gebacken? Gefeiert? Die Sonne genossen?

Seid vergoldet gegrüßt von
Eurer Sugarprincess 

Yushka

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