Die Barke der Sonne

Dez 12, 2009

Viele aufregende, duftende Adventstage liegen hinter uns – sicher finde ich in den nächsten Tagen die Zeit, Euch davon zu berichten. Zum kommenden dritten Advent möchte ich Euch aber etwas schreiben und ans Herz legen, was ich in einem kleinen Büchlein gefunden habe:
 
Nichts ändert sich, und nichts bessert sich an uns, ehe wir nicht anfangen, uns selber zu verstehen. Und da gilt es, vor allem zu begreifen, dass es kein Böses gibt, das wir einem anderen zufügen, wir hätten es denn zunächst uns selber zugefügt. Begreifen müssen wir, dass wir keine Lüge sprechen können, ohne uns selber zu betrügen, dass wir mit jeder Unzucht ein Stück von der eigenen Würde preisgeben, und dass wir mit jedem chronisch gewordenen Hass auf andere immer zugleich auch ein Stück persönlicher Liebenswürdigkeit einbüßen und an Wertschätzung unserer selbst mit Füßen treten.
Eugen Drewermann, aus: Ich steige hinab in die Barke der Sonne, 202 f.
In diesem Sinne Euch allen einen friedvollen dritten Advent,

Eure Juschka.

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